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Das gelbe Buch

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Deutsch, Publications

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Als ich 1998 mit dem Studium begonnen habe, kam gerade ein dickes gelbes Buch auf den Markt, das mich – in regelmäßig aktualisierten Auflagen – bis heute begleitet hat: Das Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie, herausgegeben von Ansgar Nünning. Zu Beginn des Studiums war es unverzichtbare Hilfe bei unzähligen Versuchen, sich verschiedenen Theorien anzunähern oder Einstiegspunkte in komplexe Konzepte zu finden, später stand es in jeder Schreibphase irgendwo nahe beim DUDEN, um stets schnell zur Hand zu sein. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass mein Verständnis von Kulturtheorien auf Jahre hinaus durch dieses Lexikon geprägt war – vergleichbar einflussreich war nur das herausragende Seminar „Einführung in die Kulturtheorie“, in dem Harald Neumeyer in meinem ersten Semester Woche um Woche uns Studierenden ein neues Theoriefeld so anschaulich und interessant mit seinem Mick-Jagger-Charme erschloss wie es kein zweiter konnte.

Neumeyer ist heute Professor in Erlangen und das dicke gelbe Buch hat gleichfalls Karriere gemacht und ist nun in der fünften Auflage erschienen. Was dem Erstsemester von einst nicht in den Sinn gekommen wäre: Heute bin ich selbst als Autor darin vertreten – mit einer Überarbeitung des Beitrags zu „digitalen Medien“ sowie drei neuen Lemmata zu „Zygmunt Bauman“, „Digital Humanities“ und „Skandalisierung“.

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